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Schädlingslexikon

Fluginsekten
  • Deutsche Wespe
    (Vespula germanica)
    • Biologie: 

      Von den verschiedenen Wespenarten werden nur die auffällig gelb-schwarz gefärbte, 13 bis 20 mm lange Deutsche Wespe und die sehr ähnliche Gemeine Wespe lästig. Beide Arten sind vom Laien kaum zu unterscheiden. Sie leben in einjährigen Staaten, d.h. die Arbeiterinnen sterben im Herbst ab und nur die befruchteten jungen Königinnen überleben den Winter und gründen im Folgejahr ein neues Nest. Die Wespennester liegen normalerweise in der Erde, werden aber auch in Rolladenkästen, Dachböden oder ähnlichen Orten  kunstvoll aus einer papierartigen Masse errichtet. Wespen sind in erster Linie Insektenvertilger und daher als nützlich zu betrachten. Da auf ihrem Speisezettel auch Zucker steht, kommt es bei der Suche nach diesem zu Begegnungen mit den Menschen. Normalerweise setzen die Wespen ihren Stachel gegenüber den Menschen nur in Not, Bedrängnis und zur Verteidigung ein.

      Schaden: 

      Die Wespen können bei häufigem Auftreten durch Fraß an Obst, Säften, Kuchen, Fleisch u.a. sehr lästig werden. Ihre Stiche sind sehr schmerzhaft und stellen bei Menschen mit Insektenstich-Allergien unter Umständen eine große Gefahr dar.

      Tipp, Bekämpfung: 

      Um einer Belästigung von Wespen vorzubeugen, sollten in erster Linie anlockende Substanzen (Obst, Obstabfälle, Marmelade u. a.) beseitigt bzw. unter Verschluss gehalten werden. Wird ein Wespennest im Umfeld von Wohnungen oder Häusern festgestellt, ist es ratsam, einen professionellen Schädlingsbekämpfer (Kammerjäger) mit der Bekämpfung bzw. einer möglichen Umsiedlung zu beauftragen.

  • Dörrobstmotte
    (Plodia interpunctella)
    • Biologie:

      Die Dörrobstmotte hat sich zu der am häufigsten vorkommenden Motte in Industrie, Handel und Wohnungen entwickelt. Die Falter haben eine Flügelspannweite von 20 mm. Der körpernahe Teil der Vorderflügel ist gelbgrau, die Flügelspitze rotbraun bis kupferrot. Ein Weibchen legt 200 bis 400 Eier. Die Larven werden bis 16 mm groß und variieren in der Farbe je nach Nahrung von weißlich nach grünlich oder rötlich.

      Schaden:

      Entgegen ihrer deutschen Bezeichnung befällt die Dörrobstmotte sämtliche Nahrungsmittel; daher auch die Bezeichnung “Lebensmittelmotte”. Man findet sie beispielsweise an Trockenobst, Nüssen, Schokolade, Getreide, Gewürzen u. a. An Getreide fressen die Larven die Keimanlage der Körner heraus; an Lebensmitteln findet man Lochfraß. Die Nahrungsmittel werden durch Spinntätigkeit und Kotkrümel stark verunreinigt.

  • Mehlmotte
    (Ephestia kuehniella)
    • Biologie:

      Die Mehlmotte gleicht von der Farbgebung sehr der Speichermotte. Allerdings ist sie größer als diese (Flügelspannweite 20-25 mm). Die Raupen erreichen eine Länge von 20 mm. Die  Lebensweise der Mehlmotte stimmt ebenfalls weitgehend mit der von Dörrobst-  und Speichermotte überein.

      Schaden:

      Die Mehlmotte ist der Hauptschädling der Müllerei und Großbäckereien. Sie hat im Allgemeinen den gleichen Lebensraum wie Speicher- und Dörrobstmotte. Auch in der Nahrungswahl ist sie ähnlich flexibel. Außer Mehl werden Schrot, Grieß, Nudeln, Kleie, Haferflocken, Reis, trockene Backwaren, Bohnen, Getreide u. a. befallen. In Mühlen kann es durch die sehr starke Gespinstbildung zu Verstopfungen von Förder- und Siebeinrichtungen kommen.

  • Stubenfliege, groß
    (Musca domestica)
    • Biologie:

      Die große Stubenfliege hat eine Größe von 7-8 mm. Sie ist dunkelgrau bis schwarz gefärbt. Die Hinterleibsbasis ist gelb. Die Fliege besitzt  stempelförmige saugend leckende Mundwerkzeuge, die zum Betasten und bei der Nahrungsaufnahme eingesetzt werden. In einem Jahr können 6-9 Generationen  hervorgebracht werden. Ein Weibchen legt bis zu 2000 Eier vornehmlich in Mist, Fäkalien, Komposthaufen und Müllplätzen aber auch in anderen Substanzen wie Fleisch ab.

      Schaden:

      Direkter Schaden tritt durch die Entwicklung der Fliegenmaden an Nahrungsmitteln, vor allem Fleisch, Fisch und Käse auf. Indirekt werden Fliegen an Lebensmitteln schädlich, indem sie als Überträger von Krankheitskeimen fungieren. Die an Abfällen aufgenommenen, für Mensch und Haustier häufig gefährlichen Krankheitserreger werden über Speichel, aber auch mit Füßen und Körper übertragen.

      Die erwachsenen Fliegen können schließlich als Lästlinge das Wohlbefinden von Menschen und Haustieren wesentlich beeinträchtigen.

  • Halmfliege
    (Thaumatomyia notata)
    • Biologie:

      Halmfliegen sind kleine etwa 2 mm lange gelbe Fliegen mit 3 glänzenden schwarzen Längsstreifen auf dem Rücken. Die Larven entwickeln sich den Sommer über auf Wiesen, Feldern und Weiden. Die erwachsenen Fliegen suchen dann häufig im Herbst Gebäude auf und dringen zur Überwinterung in die Häuser ein.

      Schaden:

      In diesem Zusammenhang interessiert nur das massenhafte Auftreten der erwachsenen Fliegen, die im Herbst als Hausungeziefer unangenehm lästig werden können.

      Tipp:

      Während der Anflugzeit im Herbst sollten die Fenster geschlossen bleiben oder Fliegengitter angebracht werden, um verstärktes Eindringen zu vermeiden.

  • Goldfliege
    (Lucilia ssp.)
    • Biologie:

      Goldfliegen sind etwa 10 mm groß. Die Tiere haben eine glänzend goldgrüne Färbung. Die Fliegenmaden können sich teilweise noch unter Kühlschranktemperaturen entwickeln. Die Lebensweise ähnelt der der Schmeißfliege.

      Schaden:

      Der Schaden gleicht dem der Schmeißfliege.

  • Fleischfliege
    (Sarcophaga carnaria)
    • Biologie:

      Die Fleischfliegen sind 10-16 mm groß. Sie sind grau bis schwarz gefärbt mit einer fleckenartigen Musterung. Die Weibchen legen statt Eiern schon fertige Larven ab. Ansonsten ähnelt die Lebensweise der der Schmeißfliegen.

      Schaden:

      Der Schaden gleicht dem der Schmeißfliege.

  • Schmeißfliege
    (Calliphora vicina)
    • Biologie:

      Die Schmeißfliege ist 9-13 mm groß. Brust und Hinterleib sind dunkelblau matt glänzend. Sie entwickelt sich auf eiweißreichen Lebensmitteln, wie Fleisch, Fisch und  Käse, aber auch an Tierkadavern. Während bei Stubenfliegen im Flug nur ein leises Summen zu hören ist, können Schmeiß-, Fleisch- und Goldfliegen an ihrem lauten Brummen erkannt werden.

      Schaden:

      Die Fliegen belecken eiweißreiche Nahrungsmittel. Da sie sich sowohl auf Aas als auch auf Lebensmitteln aufhalten, sind sie nicht nur unappetitlich, sondern übertragen auch Krankheitskeime. Die sich in Fleisch, Käse oder Fisch entwickelnden Fliegenmaden machen die Nahrungsmittel rasch ungenießbar.

  • Kleine Stubenfliege
    (Fannia canicularis)
    • Biologie:

      Sie ist mit etwa 5-6 mm etwas kleiner und auch schlanker als die große Stubenfliege. Auffällig ist ihr unruhiger Flug, mal kreisend um Lampen, mal im Zick-Zack-Kurs durch Räume. Massenbefall tritt nur selten auf.

      Schaden:

      Prinzipiell kann sie die gleichen Auswirkungen wie die große Stubenfliege hervorrufen. In erster Linie ist sie aber als Lästling anzusehen, der das Wohlbefinden beeinträchtigt und Lampen, Tapeten usw. verschmutzt.

Kriechende Insekten
  • Amerikanische Schabe
    (Periplaneta americana)
    • Biologie: 
      Die Amerikanische Schabe ist die bei uns größte vorkommende Art. Die Körperlänge beträgt 28-40 mm. Sie ist hell- bis mittelrotbraun mit rostgelben Binden auf dem Halsschild. Beide Geschlechter besitzen Flügel und sind zu Segelflug fähig. Die Eipakete mit 15-20 Eiern werden nur wenige Tage herumgetragen, dann an geschützen Stellen festgeklebt und wenn möglich abgedeckt. Nach ca. 1-2 Monaten schlüpfen die Jungtiere. Die Lebensdauer der erwachsenen Tiere ist mit 1 bis 1,5 Jahren relativ lang. Die amerikanische Schabe ist sehr wärmeliebend und stellt hohe Ansprüche an Temperatur und Luftfeuchte. Man findet sie daher bei uns relativ selten; meist in zoologischen Gärten oder Gewächshäusern, wo diese Bedingungen erfüllt werden.

      Schaden: 
      Schaben (umgangssprachlich auch Kakerlaken) sind Allesfresser und gehen an jegliches Nahrhafte, was erreichbar ist. Abfälle, Vorräte, Lebensmittel jeder Art aber auch Kot und Materialien wie Leder, Textilien und Papier stehen auf ihrem Speisezettel. Weiche und wasserhaltige Stoffe werden bevorzugt aufgenommen. In Gewächshäusern richtet die Amerikanische Schabe besonders durch Befressen von Jungpflanzen, Blüten und Früchten große Schäden an. Mit dieser wenig wählerischen Ernährungsweise stellen Schaben eine große Gesundheitsgefahr durch Verunreinigungen von Lebensmitteln und das Verschleppen von Krankheitserregern dar. So können sie Überträger von Milzbrand, Salmonellen, Tuberkulose und Wurmerkrankungen sein. Sie sind als echte Gesundheitsschädlinge anzusehen.

  • Bettwanze
    (Cimex lectularius)
    • Biologie: 

      Bettwanzen sind stark abgeplattete, bis 8 mm lange Insekten mit einer rostbraunen Färbung. Junge Wanzen sind abgesehen von der Größe den erwachsenen Tieren sehr ähnlich. Die Tiere leben tagsüber verborgen z.B. hinter losen Tapeten, Bildern, Fußbodenleisten, in Ritzen von Betten und Möbeln und suchen nachts Menschen und Haustiere auf, um an ihnen zur Nahrungsaufnahme Blut zu saugen. Sie sind allerdings auch in der Lage, bis zu einem halben Jahr zu hungern. Der charakteristische süßliche Wanzengeruch in befallenen Räumen entsteht durch die Absonderung eines Sekrets aus einer so genannten Stinkdrüse.

      Schaden: 

      Der Stich von Bettwanzen kann starken Juckreiz und Quaddelbildung, sowie bei empfindlichen Menschen allergische Reaktionen hervorrufen. Durch verbesserte Reinigungsmethoden und moderne Bauweise sind die Bettwanzen bei uns allerdings nur noch selten anzutreffen. Teilweise besteht die Gefahr, dass Wanzen von Fernreisen mit dem Gepäck eingeschleppt werden.

      Tipp: 

      Die Bettwanzenbekämpfung sollte man fachkundigen Schädlingsbekämpfern überlassen.

  • Deutsche Schabe
    (Blattella germanica)
    • Biologie: 

      Die Deutsche Schabe oder auch Hausschabe ist die bei uns am häufigsten anzutreffende Art. Sie ist 10-15 mm groß, gelblichbraun mit zwei schwarzen Längsstreifen auf dem Halsschild. Beide Geschlechter besitzen lange Flügel, sind aber flugunfähig. Das Weibchen legt 20 - 40 Eier in einem Eipaket ab, welches es  bis kurz vor dem Schlupf der Jungtiere herumträgt.  Die dunkel gefärbten, anfangs stecknadelkopfgroßen Jungtiere sind den Erwachsenen sehr ähnlich, besitzen jedoch keine Flügel. Ihre Entwicklung bis zum ausgewachsenen Tier dauert ca. 2 - 3 Monate. Wie alle Schaben lieben die Tiere dunkle feuchte Verstecke. Sie sind ausgesprochen dämmerungs- und nachtaktiv und werden daher oftmals lange Zeit nicht bemerkt. Man findet sie häufig in Großküchen, Bäckereien, Einkaufszentren, Schlachtereien, Restaurants, Schwimmbädern, Saunen und Krankenhäusern. Die Deutsche Schabe kann relativ lange Hungerzeiten (länger als einen Monat) ertragen.

      Schaden: 

      Schaben (umgangssprachlich auch Kakerlaken) sind Allesfresser und gehen an jegliches Nahrhafte, was erreichbar ist. Abfälle, Vorräte, Lebensmittel jeder Art aber auch Kot und Materialien wie Leder, Textilien und Papier stehen auf ihrem Speisezettel. Weiche und wasserhaltige Stoffe werden bevorzugt aufgenommen. Mit dieser wenig wählerischen Ernährungsweise stellen Schaben eine große Gesundheitsgefahr durch Verunreinigungen von Lebensmitteln und das Verschleppen von Krankheitserregern dar. So können sie Überträger von Milzbrand, Salmonellen, Tuberkulose und Wurmerkrankungen sein. Sie sind als echte Gesundheitsschädlinge anzusehen.

  • Gewöhnlicher Nagekäfer
    (Anobium punctatum)
    • Biologie:

      Der Gewöhnliche Nagekäfer, dessen Larven allgemein als “Holzwurm” bezeichnet werden, hat als erwachsener Käfer eine braune Farbe und wird bis zu 4 mm lang. Die bis zu 7 mm langen Larven bohren sich in Nadel- und Laubholz ein und fressen bzw. verpuppen sich auch in den kreisrunden Bohrgängen. Die sehr gut flugfähigen Käfer bohren sich dann nach dem Schlupf nach außen und hinterlassen charakteristische runde Ausfluglöcher von 1 bis 2 mm Durchmesser. Durch diese Ausfluglöcher wird Bohrmehl herausgestoßen, woran ein Holzwurm-Befall gut zu erkennen ist. Die Gesamtdauer der Entwicklung des Nagekäfers beträgt zwei bis drei Jahre und ist abhängig von der Feuchte des Holzes. So kann Holz in feuchten Räumen bzw. solches, das oft feucht gereinigt wird, stark befallen sein.

      Schaden:

      Der Gewöhnliche Nagekäfer ist ein äußerst schädlicher Zerstörer aller einheimischen Nadel- und Laubholzarten und kommt vor allem an Möbeln, Holzschnitzereien, Holzverkleidungen, Fußbodendielen usw. vor. Der Schaden entsteht durch die Fraßgänge der Larven im Innern des Holzes und durch die Ausfluglöcher der erwachsenen Käfer.

  • Hausbockkäfer
    (Hylotrupes bajulus)
    • Biologie:

      Der Hausbock ist ein schwarz bis braunschwarzer Käfer mit weiß behaarten Fleckenquerbinden auf den Flügeldecken. Der Halsschild ist weiß behaart mit zwei glänzenden Höckern. Charakteristisch für Bockkäfer sind die sehr langen,  kräftigen, fadenförmigen Fühler. Die Weibchen werden bis 25 mm lang, die Männchen bis 15 mm. Die Larven bohren und fressen ovale Fraßgänge in Nadelhölzer. Das ovale Ausflugloch der Käfer ist etwa 5 mm  x  3 mm groß. Je nach Ernährungsbedingungen kann die Entwicklung zwischen 2 und 14 Jahren dauern.

      Schaden:

      Der Hausbockkäfer ist der wichtigste Schädling an Nadelholz. Er kommt vor allem in Holz von Dachstühlen, seltener in Möbeln, vor. Im Freien trifft man ihn häufig in Leitungsmasten, Zaunpfählen u. a. an. Der Schaden entsteht durch die Fraßgänge der Larven im Holz und die Fluglöcher der erwachsenen Käfer.

  • Katzenfloh
    (Ctenocephalides felis)
    • Biologie: 

      Der Katzenfloh ist mittlerweile der häufigste Flohplagenerreger. Sein Hauptwirt ist die Hauskatze; Nebenwirte sind u.a. Haushund, Mensch und Ratten. Die erwachsenen Tiere werden 1,5 bis 3,2 mm lang. Weitere allgemeine Angaben zur Biologie sind beim Hundefloh beschrieben.

      Schaden: 

      Flöhe verursachen schmerzhafte Stiche bei Menschen und Haustieren, die einen unangenehmen Juckreiz auslösen. Die Stiche liegen häufig in Reihe, da oft erst Probestiche vor dem Vollsaugen durchgeführt werden. Verschiedene Floharten waren für die Pestepidemien in früheren Jahrhunderten verantwortlich, da sie als Überträger des Erregers der Beulenpest von Ratten auf Menschen fungierten. Zudem können Flöhe Überträger von Bandwürmern auf Hunde und Katzen sein, wenn sie von den Haustieren zerbissen und verschluckt werden.

  • Mehlkäfer
    (Tenebrio molitor)
    • Biologie:

      Der schwarzbraun gefärbte, fettglänzende Mehlkäfer gehört mit seiner Körperlänge von 13 bis 18 mm zu den größten im Vorratsschutz schädlichen Käfern. Neben seinem Vorkommen in Bäckereien, Lagerhäusern oder Mühlen findet man ihn auch in Wohnungen, Taubenschlägen und im Freien vor allem in Vogelnestern. Die Larven werden bis zu 28 mm lang, sind gelbbraun und werden als “Mehlwürmer” gerne bei Haltern von Fischen, Reptilien und Vögeln als Futter eingesetzt. Larven und Käfern dienen Mehl und andere Getreideprodukte, aber auch viele andere Produkte tierischer und pflanzlicher Herkunft als Nahrung.

      Schaden:

      Larven und Käfer werden durch Fraß und Verschmutzung der befallenen Güter schädlich. Gelegentlich bohren die Larven auch Löcher in morsches Holz. Wegen ihrer langsamen Entwicklung neigen die Tiere allerdings nicht zu Massenvermehrungen und durch gründliche Reinigung und Beseitigung von Nahrungsresten kann man einem größeren Befall meist vorbeugen. 

  • Orientalische Schabe
    (Blatta orientalis)
    • Biologie: 

      Die Orientalische Schabe wird auch als Küchenschabe bezeichnet. Sie wird 20 - 28 mm groß. Die Männchen sind dunkelkastanienbraun und haben voll entwickelte Flügel, die etwas kürzer als der Hinterleib sind. Die Weibchen sind fast schwarz und besitzen nur kleine Stummelflügel. Sie legen ihre Eipakete mit etwa 16 Eiern schon nach 2 - 5 Tagen wahllos ab. Daraus schlüpfen nach 2 - 3 Monaten die Larven, die für ihre Entwicklung zum erwachsenen Tier je nach Temperatur von einem halben bis zu zwei Jahren und länger brauchen.

      Schaden: 

      Schaben (umgangssprachlich auch Kakerlaken) sind Allesfresser und gehen an jegliches Nahrhafte, was erreichbar ist. Abfälle, Vorräte, Lebensmittel jeder Art aber auch Kot und Materialien wie Leder, Textilien und Papier stehen auf ihrem Speisezettel. Weiche und wasserhaltige Stoffe werden bevorzugt aufgenommen. Mit dieser wenig wählerischen Ernährungsweise stellen Schaben eine große Gesundheitsgefahr durch Verunreinigungen von Lebensmitteln und das Verschleppen von Krankheitserregern dar. So können sie Überträger von Milzbrand, Salmonellen, Tuberkulose und Wurmerkrankungen sein. Sie sind als echte Gesundheitsschädlinge anzusehen.

  • Pharaoameise
    (Monomorium pharaonis)
    • Biologie:

      Die Arbeiterinnen sind nur 1,5-2,5 mm lang, bernsteingelb mit dunkler Hinterleibsspitze. Völker der Pharaoameise haben normalerweise mehrere Königinnen. Diese Art liebt es sehr warm und kommt nur in gut geheizten Gebäuden vor, so vor allem in Krankenhäusern, Bäckereien, Großküchen, Hallenbädern u. a. Die versteckte Lage der Nester sowie das Anlegen von Zweignestern im Mauerwerk macht eine Bekämpfung äußerst schwierig.

      Schaden:

      Neben süßlicher Nahrung fressen Pharaoameisen in erster Linie eiweißhaltige Lebensmittel wie Fleisch, Eier, Käse oder Blut. Von Bedeutung sind sie vor allem in Krankenhäusern als Überträger von Krankheiten und als Lästlinge. Wegen ihrer geringen Größe können sie in medizinische Geräte, sterile Packungen und auch in Wundverbände eindringen.

  • Silberfischchen
    (Lepisma saccharina)
    • Biologie: 

      Silberfischchen sind flache, silbergrau gefärbte, gänzlich flügellose Insekten, die bis ca. 12 mm lang werden können. Sie sind lichtscheu, flink und an Feuchtigkeit gebunden, was ihr Auftreten vor allem in Badezimmern, Küchen, Kellern, Waschküchen  usw. erklärt. Charakteristisch sind die langen Fühler und die ca. 3 mm langen Schwanzfäden. Die Tiere können bis zu zwei Jahre alt werden. Bezüglich der Nahrung sind sie wenig wählerisch, bevorzugen kohlehydratreiche Stoffe - besonders Zuckerwaren -, leben aber auch von Hautschuppen und Schmutzpartikeln.

      Schaden: 

      Silberfischchen sind an sich harmlos. Sie bereiten nur bei Massenauftreten Probleme und können dann an Lebensmitteln, Tapeten, Bucheinbänden, Bildern, Lederwaren oder Textilien durch Schabe- und Lochfraß Schäden verursachen.

  • Wollkrautblütenkäfer
    (Anthrenus verbasci)
    • Biologie:

      Der ca. 3 mm lange Wollkrautblüten- oder Kabinettkäfer ist sehr bunt gezeichnet.  Auf den Flügeldecken finden sich weiße, gelbliche und braune Zeichnungen. Die lichtscheuen, bis zu 5 mm langen, hellbraunen Larven sind am ganzen Körper behaart und tragen am Hinterende lange Pfeilhaarbüschel. Die Käfer suchen nach dem Schlupf das Licht und man findet sie häufig in Fensternähe. Im Frühjahr und Sommer trifft man sie als Pollenfresser an Blüten im Freiland an, bevor die Weibchen zur Eiablage wieder in Räume einfliegen. Nahe verwandte Arten, wie Museumskäfer (Anthrenus museorum) oder Teppichkäfer (Anthrenus scrophulariae), sind in Entwicklung, Lebensweise und Schadbild dem Wollkrautblütenkäfer sehr ähnlich.

      Schaden:

      Da die Larven der Käfer in erster Linie von Produkten tierischer Herkunft, wie Wolle, Haare, Federn, tote Vögel und Insekten, Pelze, Knochen und Leder leben, richten sie großen Schaden an Textilien, Pelzen usw. an. Des Weiteren können sie sehr schädlich an ausgestopften Tieren (Museumspräparaten) und in Insektensammlungen werden.

  • Rasenameise
    (Tetramorium caespitum)
    • Biologie:

      Die Arbeiterinnen sind 2-3,5 mm lang, braun bis dunkelbraun mit gelbbraunen Beinen und Kiefern. Die Nester, meist mit einem kuppelartigen Erdaufwurf,  sind an trockenen, sandigen Stellen in Gärten  häufig an Wegrändern angelegt.

      Schaden:

      Die Tiere leben normalerweise im Freien, dringen aber auch in Häuser ein und plündern die Vorratsräume. Sie ernähren sich vor allem von zuckerhaltigen Nahrungsmitteln. Die Ameisenstraßen führen zu den Nestern. Die Tiere sind in erster Linie Lästlinge.

  • Schwarzgraue Wegameise
    (Lasius niger)
    • Biologie:

      Die Arbeiterinnen sind 3-5 mm lang. Ihre Farbe ist sehr variabel und schwankt von schwarzbraun bis braun. Nester werden in Gärten, unter Steinen, im Rasen, unter Hausterrassen, in Mauerspalten, in Baumrinde u. a. angelegt. Die Ameisen nutzen häufig Blattläuse als Nahrungsquelle. Sie saugen deren zuckerhaltigen Ausscheidungen, den sogenannten Honigtau, auf. Die Wegameise ist die meistverbreitete Ameisenart in Haus und Garten.

      Schaden:

      Der Schaden gleicht dem der Rasenameise. Da Ameisen auch vom Honigtau der Blattläuse leben, tragen sie teilweise aktiv zu deren Verbreitung und Vermehrung bei.

       

  • Schwarze Holzameise
    (Lasius fuliginosus)
    • Biologie:

      Die Arbeiterinnen sind 4-6 mm lang und normalerweise schwarz. Die Nester liegen vorwiegend in hohlen Baumstämmen, alten Zaunpfählen und dergleichen. Sie  werden aber auch in Gebäuden in Steinwerk, Mauerspalten und bevorzugt in Holzbalken, die nicht unbedingt vorgeschädigt sein müssen, angelegt.

      Schaden:

      Der Schaden gleicht dem der Rasen- und Wegameise. Zusätzlich sind diese Ameisen, wenn ihre Nester in Gebäuden und Häusern angelegt sind, als Materialschädlinge anzusehen. So können deutliche Schäden durch Zerstörung der  Bausubstanz hervorgerufen werden.

  • Taubenzecke
    (Argas reflexus)
    • Biologie:

      Die Taubenzecke ist eine Lederzecke. Sie besitzt einen flachen, eiförmigen, bräunlich-roten Körper und ist als erwachsenes Tier 8 bis 11 mm groß.
      Die Zecken haben einen langen Entwicklungszyklus, sind zu mehrjährigem Hungern fähig und können bis zu 10 Jahre alt werden. Ihre Hauptwirte sind in erster Linie verwilderte Haustauben. Sie leben häufig in deren Nestern in alten Gebäuden und dringen von dort in Dachwohnungen ein. Hier können sie unter Umständen sehr lästig für Menschen werden.

      Schaden:

      Die Taubenzecke saugt Blut vor allem von Jungtauben, Hühnern und Enten, was diese bei starkem Befall schwächen kann. So ist ihr Auftreten in Taubenschlägen und Hühnerställen unerwünscht.
      Bei Mangel an geflügelten Wirtstieren wandern die Zecken in anliegende Wohnungen ein und befallen dort Menschen. Die Stiche verursachen heftigen Juckreiz und können zu eitrigen Entzündungen und schlecht heilenden Wunden führen. Bei entsprechend sensibilisierten Personen können mitunter schwerwiegende allergische Reaktionen ausgelöst werden.

      Tipp:

      Dachböden sollten gegen Tauben abgedichtet werden. Ein Befall mit Taubenzecken in Altbauten ist sehr schwer zu bekämpfen und sollte im Regelfall von professionellen Schädlingsbekämpfern durchgeführt werden.

       

  • Staublaus
    (Trogium pulsatorium)
    • Biologie:
       
      Staub- und Bücherläuse sind ca. 1 bis 2 mm lange, lebhaft umherlaufende, harmlose Insekten, die nichts mit den blutsaugenden Kopfläusen zu tun haben. Sie kommen nur in Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit vor. Ihre Farbe variiert von blaßgelb bis  dunkelfarbig. Sie ernähren sich von kaum sichtbarem Schimmelpilzrasen, der in zu feuchter Umgebung auftritt.

      Schaden:

      In Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit verursachen Staub- und Bücherläuse beim “Abweiden” von nicht sichtbarem Schimmelpilzrasen Schabefraß an Papierwaren, wie z.B. Büchern, Akten und Tapeten. Dabei entsteht feiner Papierstaub. Man findet sie auch oft in großer Anzahl an zu feucht gelagerten muffigen Lebensmitteln und Drogen in Vorratsschränken. In frisch tapezierten, ungenügend ausgetrockneten Neubauwohnungen kommt es häufig zu Massenvermehrungen.

      Tipp:

      Die harmlosen Insekten können relativ einfach durch richtiges Heizen und Lüften bekämpft werden, da sie auf hohe Luftfeuchtigkeit angewiesen sind.

  • Kellerassel
    (Porcellio scaber)
    • Biologie:

      Kellerasseln sind an das Landleben angepasste Krebstiere. Sie besitzen einen platten Körperbau, sind bis zu 16 mm lang, schiefergrau bis gelbgrau gefärbt und haben 7 Beinpaare. Sie leben von pflanzlicher Nahrung und sind sehr feuchtigkeitsbedürftig, so dass man sie in erster Linie in Kellern zwischen feucht lagerndem Material findet. Asseln zeichnen sich durch eine besondere Form der Brutpflege aus, bei der die Weibchen die befruchteten Eier und auch die Jungtiere in einem Brutraum auf der Bauchseite mit sich herumtragen.

      Schaden:

      Asseln richten in der Regel keinen großen Schaden an. Zum Teil findet man an lagerndem Obst, Gemüse oder Kartoffeln kleine Fraßstellen. In erster Linie wird das Auftreten der Tiere als lästig und ekelerregend empfunden. Im Garten bzw. in Komposthaufen tragen Asseln zur Zersetzung von organischen Materialien bei, können jedoch unter Umständen  auch Schäden an Keimlingen und Jungpflanzen hervorrufen.

      Tipp:

      Da Asseln eine hohe Luftfeuchtigkeit benötigen, können sie durch Austrocknung der Räume relativ einfach beseitigt werden.

Schadnager
  • Feldmaus
    (Microtus arvalis)
    • Biologie:

      Feldmäuse gehören wie die Große Wühlmaus zur Familie der Kurzschwanzmäuse und bewohnen vor allem Dauergrünland. Sie sind Kolonie bildende Pflanzenfresser und legen im Gelände Gangsysteme bis zu einer Tiefe von 50 cm an. Die Tiere haben einen eher plumpen gedrungenen Körperbau mit einem breiten Kopf und kleinen Ohren. Die Körperlänge beträgt ca. 9 bis 10 cm, die Schwanzlänge ca. 4 cm. Die Fellfarbe ist sehr variabel, oben meist gelbbraun oder gelbgrau, zur Körperunterseite hin hellgrau. Die Weibchen haben 3 bis 7 Würfe mit jeweils 3 bis 9 Jungen im Jahr. Durch die große Fruchtbarkeit neigen die Tiere zu Massenvermehrungen. Bei solchen Ereignissen spricht man von so genannten “Mäusejahren”. In der Regel leben die Tiere im Freien, suchen aber vorübergehend manchmal Ställe, Scheunen, Schuppen oder Wohnhäuser als Winterquartier auf.

      Schaden:

      Die Feldmaus kann vor allem in Jahren der Massenvermehrung durch ihren Fraß an grünen Pflanzenteilen, Hackfrüchten, Samen, Wurzeln, Zwiebeln und Baumrinde als Großschädling im Ackerbau auftreten. 

  • Hausmaus
    (Mus musculus)
    • Biologie:

      Die Hausmaus hat sich stark an den Menschen gebunden und kommt in erster Linie in Gebäuden vor. Bevorzugt lebt sie in trockenen Räumen, kann sich jedoch gut an verschiedene Bedingungen anpassen (Vorkommen in Kühlhäusern). Sie hat eine Körperlänge von ca. 10 cm und einen etwa gleichlangen Schwanz. Als Dämmertier besitzt sie große Augen und Ohren. Das Fell ist auf der Oberseite dunkelgrau bis schwärzlich und wird zur Körperunterseite hin heller grau. Hausmäuse leben in kleineren Familienverbänden mit einem Männchen und mehreren Weibchen. Ein Weibchen hat in einem Jahr 5 bis 8 Würfe mit jeweils durchschnittlich 6 Jungen. Als Nahrung dient den Tieren abwechslungsreiche Mischkost in Form pflanzlicher und tierischer Lebensmittel.

      Schaden:

      Die Hausmaus wird schädlich durch Fraß von Lebensmitteln und deren Verunreinigung mit Exkrementen. Auch die Nagetätigkeit an Gegenständen, Papier, Textilien u. a. zur Gewinnung von Nestmaterial hat große Bedeutung. Zusätzlich können verschiedene Krankheiten durch Kot, Urin oder befressene Lebensmittel übertragen werden.

  • Hausratte
    (Rattus rattus)
    • Biologie:

      Die Hausratte bevorzugt warme und trockene Orte wie beispielsweise Speicher oder Hausböden. Sie ist ein sehr guter Kletterer und nutzt ihren Schwanz als Stütz- und Balancierwerkzeug. Das Fell ist braunschwarz und im Gegensatz zur Wanderratte ist der Körperbau eher klein und schlank. Sie erreicht eine Körperlänge von 16 bis 20 cm. Die Schwanzlänge ist immer größer als die Körperlänge und beträgt ca. 19 bis 25 cm. Die Hausratte hat einen spitzen Kopf mit sehr großen Ohren und Augen. Als Nahrung bevorzugt sie vorwiegend pflanzliche Kost. Die Weibchen haben 1 bis 2 Würfe im Jahr mit durchschnittlich 5 bis 8 Jungen.

      Schaden:

      Die Hausratte wird schädlich durch den Fraß an Lebens- und Futtermitteln sowie deren Verschmutzung durch Kot und Urin. Des Weiteren können durch Nagetätigkeit erhebliche Materialschäden entstehen. Schließlich haben Ratten eine herausragende Bedeutung als Überträger gefürchteter Krankheiten auf Mensch und Haustiere wie Pest, Cholera, Trichinose, Maul- und Klauenseuche u. a.

  • Wanderratte
    (Rattus norvegicus)
    • Biologie:

      Die Wanderratte ist die bei uns am häufigsten vorkommende Rattenart und ihre volkstümlichen Bezeichnungen wie Wasser- oder Kanalratte deuten auf ihre Vorliebe für Wasser hin. Man findet sie an Gräben, Flüssen, Kanälen oder Bächen. Von dort gelangt sie auch in die Kanalisation und damit in die unmittelbare menschliche Umgebung. Auch an trockenen Orten wie Mülldeponien, Viehstallungen oder Getreidespeichern tritt sie auf. Die Tiere haben einen etwas gedrungenen plumpen Körperbau und können eine Körperlänge von 26 cm erreichen. Der Schwanz ist mit einer Länge von bis zu 20 cm immer kürzer als der Körper. Das Fell ist auf der Oberseite graubraun bis rötlichbraun gefärbt, auf der Bauchseite hellgrau bis weißlich. Die Tiere haben zwei bis drei Würfe mit durchschnittlich 8 Jungen im Jahr. Die Wanderratte lebt in Rudeln und ist bekannt für Ihre Intelligenz und ihr Misstrauen.

      Schaden:

      Die Wanderratte ist ein Allesfresser und wird schädlich durch den Fraß an Lebens- und Futtermitteln sowie deren Verschmutzung durch Kot und Urin. Des Weiteren können durch Nagetätigkeit erhebliche Materialschäden entstehen. Schließlich haben Ratten eine herausragende Bedeutung als Überträger gefürchteter Krankheiten auf Mensch und Haustiere wie Pest, Cholera, Trichinose, Maul- und Klauenseuche u. a.

Tauben/Schadvögel
  • Verwilderte Haustaube
    (Columba livia domestica)
    • Biologie:

      Die verwilderte Haustaube (Columba livia domestica) ist ein ca. 30 cm großer Vogel und hat ein meist graublaues Gefieder. Sie sind verwilderte Nachkommen von entkommenen Brieftauben und stellen besonders in städtischen Bereichen eine latente Gefahr für Menschen und Gebäude dar. Pro Jahr können Tauben viermal brüten. Bei jeder Brut werden nur 2 Jungvögel aufgezogen.

      Schaden:

      Wo Tauben brüten oder rasten werden Gebäude oft stark durch Kot verschmutzt. Im Befallsbereich streuende Exkremente können auch auf den Menschen Krankheiten wie Salmonellosen übertragen werden. Auch entwickeln sich in den Nestern eine Reihe von Schädlingen wie z.B. die Taubenzecke und verschiedene Käfer,- und Fliegenarten die dann in die Wohnräume des Menschen eindringen können.